Montag, 14. Februar 2022

Stiller Ozean - Sprechende Steine

Erstausstrahlung:
14.02.1982 um 21:30 Uhr im ZDF
 

Zweiter Teil der Südsee-Expedition und mit 30 Minuten die wohl kürzeste aller Terra-X-Folgen überhaupt. Was der Grund dafür ist, keine Ahnung. Zu wenig Material für eine Dreiviertelstunde werden sie ja wohl nicht gehabt haben, liegt das Problem doch erfahrungsgemäß eher darin, dass man zuviel Material hat. Andererseits würde das gemächliche Erzähltempo dieser Folge eben doch dafür sprechen, dass man sich ziemlich strecken musste, um überhaupt auf eine halbe Stunde zu kommen.
Vielleicht hatte es aber auch mit der Programmplanung zu tun und es war halt Platz für 30min.
 
Karolinen, Salomonen, Marquesas, die Inselgruppen in Ozeanien haben immer so schöne Namen! (3:04)
 
Immer wieder faszinierend, dass es unter den Melanesiern so viele Blond- und Rotschöpfe gibt. (8:09)
 
Maraes gibt es in ganz Polynesien, auch die Plattformen, auf denen auf der Osterinsel die Moais aufgestellt wurden, kann man als solche interpretieren. (9:55)

Wow, das wirkt wirklich so, als würde das Meer explodieren. (24:03)

Vorher sagte uns Gottfried Kirchner, dass die Südsee-Bewohner eigentlich keine blutrünstigen Kannibalen gewesen seien, nur um uns nun zu berichten, dass sie es nun aber doch waren? (26:27)

Montag, 17. Januar 2022

Südseeinseln aus Götterhand

Erstausstrahlung:
17.01.1982 um 19:30 Uhr im ZDF

So, damit ist heute die allererste Folge von Terra X überhaupt dran. Das heißt ja dann auch, dass Terra X heute seinen 40. Geburtstag feiert!

Bemerkenswert ist hier noch die blumige Sprache in den frühen Folgen. Da heißt es dann schonmal: "schmale Atolle mit Palmenfrisur - funkelnde Schmuckstücke auf tiefblauem Samt". (1:34)

Auch schön zu sehen, dass Terra X auch immer die Menschen vor Ort und ihre Rituale festhielt und sich nicht nur an den alten Gemäuern erfreute. Die heute üblichen Reenactements und Computeranimationen können damit niemals mithalten! (6:58)

Dass man den mikronesischen Häuptling aber ausgerechnet von einem Berliner mit starkem Dialekt übersetzen lässt, klingt allerdings schon etwas unfreiwillig komisch! (9:50)

Wie anders dort die Menschen denken, sieht man an dem Steingeld. Nicht nur, dass man es ohne Mühen kaum woanders hin befördern kann, nein, sein Wert zeigt sich darin, dass es erstmal von ganz woanders dorthin gebracht wurde, hunderte Kilometer über das offene Meer. (12:01)

Die Stadt Nan Madol mit Festung ist ein wirklich faszinierender Ort. Erinnert an die polynesichen Marae, geht aber weit über deren Konzept hinaus und ist auch sehr viel größer. (20:24)

Hier sieht man auch gleich das erste Mal etwas, was in den frühen Terra-X-Folgen immer wieder vorkam: ein großer Stein wird mit einem Maßband vermessen. Das soll vermutlich den Expeditions-Charakter der Reise verdeutlichen, wirkt aber trotzdem eher absurd. (22:24)

Nunja, an den hypothetischen Kontinent Mu glaubt heute kein Forscher mehr, denke ich. (36:31)

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Safari in die Steinzeit - Die Schädelöffner der Kisii in Kenia

Erstausstrahlung:
29.12.1991 um 19:30 Uhr im ZDF
 

WARNUNG!
Die hier gezeigten Szenen sind vermutlich nicht jedermanns Sache. Wer ein Problem mit OP-Darstellungen hat, sollte diese Folge lieber auslassen!

Für mich ist es jedenfalls eine der beeindruckendsten Folgen der Sendereihe. Sie war auch der Ideenstifter, die Terra-X-Review, die ich nun hier seit einigen Jahren betreibe, zu beginnen.

Ob man die Beschneidung als ungefährlichen Eingriff bezeichnen kann, sei aber mal dahingestellt! (1:18)
 
So zelebrieren sie das Ereignis auch als Höhepunkt eines Erziehungsprozesses, denn schon Kinder müssen lernen, körperliche Schmerzen ohne Klagen zu ertragen.
=> Oje, diese Sendung hat schon ein paar ziemlich krasse Äußerungen zu bieten. (1:54)

Bei dem Polizisten ist ja fast der halbe Schädel weg - das kann man ja wohl kaum als gelungene Trepanation bezeichnen. (5:16)

V.a. der letzte gezeigte Patient ist wirklich erstaunlich. Man sieht fast gar nicht, dass es da überhaupt einen Eingriff gab. Erst, wenn man darauf rumdrückt. Und das, obwohl es nach der Trepanation zu Fieber und Schwellungen kam. (34:38)

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Operation Sethos - Mit Hightech ins Grab des Pharao

Erstausstrahlung:
15.12.2001 um 20:45 Uhr auf arte
 
 
In der letzten Kammer schließlich ein Sarkophag aus feinstem Alabaster - aber leer.
=> Dann ist das ja wie in der Königskammer der Cheops-Pyramide. (2:09)

So viel Technik und nichts erreicht! (43:37)
 
Wenn das Grab von Sethos I. so wunderschön gestaltet ist, warum ist es dann heute nahezu unbekannt? (48:07)

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Inseln über dem Regenwald - Expedition zu den Tafelbergen Venezuelas, Teil 2: Die Suche nach dem Saurier

Erstausstrahlung:
08.12.1991 um 19:30 Uhr im ZDF

 
 
Nun also der zweite Teil der Expedition auf die Tepuis in Venezuela. Insgesamt wirkte die Unternehmung ein wenig chaotisch, ein bisschen hier gucken, ein bisschen da gucken.
Das kann man wohl allenfalls als Grundlagenforschung bezeichnen.

Teilnehmer: hauptsächlich Biologen, Zoologen und Botaniker aus Venezuela, aber auch aus den Vereinigten Staaten.
=> Damals war sowas noch möglich. (3:30)

Teilweise hat der Reportagestil was von der Sendung mit der Maus: Das ist sein verwilderter Garten, das ist seine Holzhütte, das ist seine Küche, das ist seine Bibliothek und das ist Alexander. (4:28)

Tja, nun will man uns ernsthaft erzählen, dass die da auf dem Tafelberg nach einem Saurier gesucht haben. War wohl dramaturgisch notwendig, nachdem das Jagen nach der x-ten Mini-Orchidee offenbar nicht mehr spannend rübergebracht werden konnte.^^ (19:22)

Und natürlich wird bis zum Ende der Folge kein Saurier auftreten!

Stattdessen hätte man doch besser mal erforschen und erklären können, wie dieses Wabenmuster im Gestein entstanden ist. (36:51)

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Inseln über dem Regenwald - Expedition zu den Tafelbergen Venezuelas, Teil 1: Der fremde Planet

Erstausstrahlung:
01.12.1991 um 19:30 Uhr im ZDF
 
 
 
Der erste Teil einer Doppelfolge von Volker Arzt. Ein im ZDF vielbeschäftigter Autor, mit dem ich nie so recht warm wurde. In der Art und Redeweise wirkt er auf mich immer wie ein Mitarbeiter des Kinderfernsehens, in logo hätte er sich sicher gut gemacht.

Die Sendung zeigt eine Reise nach Venezuela mit seinen wunderschönen und beeindruckenden Naturdenkmälern, seiner Flora und Fauna. V.a. die Aufnahmen der fleischfressenden Pflanzen sind wirklich bemerkenswert. Bilder aus jenem Venezuela der Vor-Chavez/Maduro-Zeit, als das Land noch nicht völlig zugrundegerichtet war.

Die Felsnadel gibt es tatsächlich - Dinosaurier wohl kaum.
=> Sprach's und versuchte dann in der zweiten Folge, uns das Gegenteil vermuten zu lassen.

Ist deine einzige Hose, nech? Ja.
=> 😂

Was mich stört an der Sendung, ist dieser pseudoerzählerische Stil. Es wird immer wieder Spannung aufgebaut (wie z.B. das Warten auf den Hubschrauber inmitten des Hochnebels, oder dass Jorge noch nicht zurückgekommen ist), wo gar keine ist. Als könnten die Bilder nicht für sich selbst sprechen. Erinnert mich von der Art her an die "Weltenbummler"-Folgen von Hardy Krüger.
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* Auch diesmal habe ich leider wieder keinen Youtube-Link zum Einbinden gefunden.

Mittwoch, 17. November 2021

Der Todeszug der Lanzenreiter - Deutsche Eroberer in Südamerika, Teil 2: Landsknechte auf Goldroute

Erstausstrahlung:
17.11.1991 um 19:30 Uhr im ZDF

 

Ungewöhnlich für Terra X, wurde diese zweiteilige Ausgabe nicht hintereinander gesendet. Der 1. Teil vom Todeszug der Lanzenreiter wurde nämlich bereits ein Jahr zuvor ausgestrahlt!

Von Coro nach Carora. Beim Thema Namensgebung scheinen die Konquistadoren nicht sonderlich einfallsreich gewesen zu sein. (4:59)

In dieser Folge werden aber arg klischeehafte filmische Muster bedient, wie z.B. eine Schlange, die sich durch einen Totenschädel schlängelt. (6:12)

Bei 6:56 sieht man die Filmeinstellung, die im Kolumbus-Jubiläumsjahr 1992 von Terra X für ihr damaliges Intro genutzt wurde.