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Montag, 6. November 2023

Sahara – Ein verlorenes Paradies; Zum Ursprung der Wüstenvölker

Erstausstrahlung:
06.11.1988 um 19:30 Uhr im ZDF
 

Diesmal geht es also um die Sahara, eine heute äußerst lebensfeindliche Wüste, in der sich trotzdem auch archäologische Spuren finden lassen, aus Zeiten, als dort eher eine Steppenlandschaft vorherrschte.

Diese ist in meinen Augen eine der schönsten und poetischsten Ausgaben von Terra X.
Autor ist Volker Panzer, der später v.a. durch das "Nachtstudio" im ZDF bekannt wurde.

Es geht schon herrlich los mit den Bildern von Kamelen, die beinah im Gelborange der Wüste zu verschwinden scheinen.

Diese Folge zeigt uns, dass die Sahara einst vor vielen tausend Jahren eine fruchtbare und von Tieren und Menschen bewohnte Region war. Dargestellt und festgehalten in beeindruckenden Felszeichnungen.

Die Youtube-Quelle endet etwas abrupt, hier kann man sehen, wie die Folge zu Ende ging:
https://www.dailymotion.com/video/x4b4g6e

Donnerstag, 19. Januar 2023

Vorstoß nach Eldorado - Expedition durch Peru,Teil 2: Von der grünen Hölle zum Sternengletscher

Erstausstrahlung:
19.01.1988 um 19:30 Uhr im ZDF


Interessanterweise läuft die zweite Folge des "Vorstoß nach Eldorado"  innerhalb der Sendereihe r - die reportage, warum auch immer. (0:56)

Man bleibt zunächst noch bei den wirklich erstaunlichen Bauten der Yaros. (2:15)

Diese Staffelungen machten die Mauern der Festung Piruro nicht nur sehr stabil, sondern auch wehrhaft. Mann konnt auf diese Art einen anrennenden Feind von drei Seiten aus bekämpfen. (2:37)

Ich finde das ja immer irgendwie putzig, wenn Gottfried Kirchner da mit seinem Maßband loslegt! 😄 (4:55)

Gran Pajaten, dass unsere Expedition vergeblich zu erreichen suchte, ist inzwischen nur wenig mehr erforscht worden. Eine peruanische Expedtion 1990 zeichnete sich v.a. dadurch aus, dass dabei einige Mauern der alten Ruinen beschädigt wurden. (20:15)

Und da nun durch das Nichterreichen des Fundorts etwas Zeit blieb, haben sie diese genutzt, um Aufnahmen der alten Bräuche der Menschen vor Ort zu machen, nämlich dem Quyllurit'i. (23:49)


Eine schöne Folge!

Samstag, 7. Januar 2023

Vorstoß nach Eldorado - Expedition durch Peru,Teil 1: Das Geheimnis der Yaros

Erstausstrahlung:
07.01.1988 um 19:30 Uhr im ZDF
 
 
Eine Folge aus den Zeiten, in denen Terra X noch echte Expeditionen durchführte und nicht sich und seine Zuschauer mit dilettantischen Computeranimationen abspeisen wollte. Hier stand wirklich noch Erkenntnisgewinn im Vordergrund.

Thema dieser Sendung war das Volk der Yaros, über das damals noch wenig bekannt war. Terra X hat hier also wahrlich Pionierarbeit geleistet!

Nach einer kurzen Google-Recherche kann ich sagen: Auch heute hat sich am geringen Wissen über dieses Volk anscheinend immernoch nicht so viel geändert, außer dass man die Yaros inzwischen eher als Yarowilca bezeichnet. 
(In dem Buch, das sich Gottfried Kirchner anschaute, las man auch "Yaro Bilca"(6:53).) 
Dies ist allerdings eigentlich nur die Königsbezeichnung, denn "Yarowilca" bedeutet soviel wie "Herrscher der Yaros". "Yaros" wäre also weiterhin eigentlich die richtige Bezeichnung. (Aber das ist ja bei "Inka" auch nicht anders, das Wort bezeichnet auch eigentlich nur den Herrscher des Reiches namens "Tawantinsuyu".)
"Yarowilca" hat man vermutlich als Bezeichnung gewählt, um Vewechslungen mit den Yaros aus dem heutigen Uruguay zu vermeiden.
Wenig erforscht sind auch weiterhin die Ruinen in Tantamayo, Piruro und Susupillo, da dort lange Zeit Drogenschmuggler und auch der Leuchtende Pfad aktiv waren.

Sprecher dieser Folge dürfte diesmal wieder Christian Wolff sein, dessen Timbre ich von allen Terra-X-Sprechern immer am angenehmsten fand.

Die Ebene, die sich da "flach wie ein Brett" erstreckt, ist übrigens der peruanische Ausläufer des Altiplano. (11:20)
 
 
Diese Bootssportler sehen alle aus wie die Cops aus dem Beastie-Boys-Video zu "Sabotage". ^^ (26:29)
https://youtu.be/z5rRZdiu1UE

Das Besondere und Schöne an diesen "Vor Ort"-Reportagen ist auch immer der Kontakt mit den Menschen dieser Regionen. Man bekommt ein Gefühl für ihre Lebenswirklichkeit, ihren Charakter, ihre Träume. (z.B. 32:59)



Dienstag, 2. November 2021

Expedition zum Schneejuwel ‒ Unbekanntes Tibet

Erstausstrahlung:
02.11.1986 um 19:30 Uhr im ZDF 
 

Eine Expedition nach Tibet mit dem Berg Kailash als Höhepunkt steht in dieser Folge an.
 
Er scheint zu wissen, dass eine Expedition in das seit 40 Jahren unzugängliche West-Tibet vor uns liegt.
=> Och nö, solche Hellseherei einräumenden Sätze müssen doch nun wirklich nicht sein. (1:15)
 
Warum nennt Bergmann den Fluss, den sie überqueren wollen, zwar Brahmaputra (wie er in Indien heißt), während er in der Karte als Tsangpo eingezeichnet ist? Ein kleiner Hinweis, dass es sich um denselben Fluss handelt, wäre wohl hilfreich gewesen. (5:45)
(Später in der Folge macht er es dann doch noch.) 

Die Kameraführung finde ich insgesamt sehr unruhig. Mag aber den Umständen dieser Expedition geschuldet sein.

Wenn man sieht, wie begeistert und neugierig die Novizen die  technischen Utensilien des Terra-X-Teams austesten, fragt man sich, ob denn wohl inzwischen heute die Moderne in Tibet Einzug gehalten hat. Ob es Smartphones im Kloster gibt? Wobei ja mobiles Internet auf dem Dach der Welt vermutlich nur schwer zu realisieren ist. (12:14)

Eine nette Idee, bei den Knips-Geräuschen von Jean Michel Jarres Souvenier de Chine  Hajo Bergmann beim Fotografieren zu zeigen. (17:45)


Zubereitung von Butter-Tee, dem tibetischen Nationalgetränk.
=> Igitt! (21:47)
 
Die Folge neigt leider recht oft zu einer leicht gönnerhaften, kolonialistischen Hybris, in dem sie immer wieder faszinierte Einheimische zeigt, die die mitgebrachte Technik bestaunen. (26:44)

Der Kailash mit seiner großen Schneekuppe ist wirklich sehr beeindruckend. (29:32)

Mit etwas Fantasie ahnt man hier, wie die Hindus, das Gesicht des Shiva.
=> Ich sehe da eher den Helm eines Klonkriegers. :D (29:54)


Mittwoch, 27. Oktober 2021

Im Schatten der Inkasonne - Südamerikas vergessene Kulturen

Erstausstrahlung:
27.10.1986 um 22:12 Uhr im ZDF

*

Das ist heute das erste Mal, dass ich nicht auf ein Youtube-Video zurückgreifen kann. Das hat anscheinend urheberrechtliche Gründe.
Unter anderem ist Shine On You Crazy Diamond von Pink Floyd zu hören. Ob das wohl der Grund für die Sperrung der Videos war? (5:30)
 
Zumindest gibt es die Folge aber auf Dailymotion zu sehen:
 

Die Sonnenuhr von Machu Picchu kann man hier noch in voller Schönheit sehen. Vor über 15 Jahren wurde sie jedoch bei Filmaufnahmen für eine Bierwerbung leider beschädigt. (4:50)
 
Es dauert über 5min, bis der Titel dieser Folge zu sehen ist. Das dürfte somit einer der längsten Teaser überhaupt bei Terra X sein.
Der Grund dafür liegt wohl darin, dass man die Aufnahmen von Machu Picchu, die in die letzte Folge nicht mehr passten, doch noch zeigen wollte, obwohl sie hier das eigentliche Thema konterkarieren. (5:24)

Sechin (bzw. Sechin Bajo) ist auch heute noch eine bemerkenswerte Fundstelle. Daran konnte auch Caral nichts ändern. (21:52)

Wohl nur Peru kann so viele Exponate zusammensammeln, um sie in einem Haus ausstellen zu können, dass sich dann  "Goldmuseum" nennt. (33:32)

Diesem Patienten hat man nach Entfernung des Knochenteils eine Goldplatte eingesetzt. Wir wissen nicht, ob er den Eingriff überlebte.
=> Da die Stelle wieder verwachsen ist, wird er wohl noch eine Weile gelebt haben. (34:13)

Dann erdrosselten ihn spanische Soldaten mit einem Halseisen.
=> Auch als Garrotte bekannt. (39:15)

Wie lang solche Panflöten doch sein können! (41:30)
__________________________
* Das Foto wurde hier aus dem sehr informativen Artikel der TV-Wunschliste von 2007 hier eingebunden:

Montag, 25. Oktober 2021

Mumien im Goldland - Das Erbe der Inkas

Erstausstrahlung:
25.10.1986 um 19:30 Uhr im ZDF 
 

Der Titel der Folge ist ein wenig irreführend. Mumien sieht man lediglich zu Beginn der Sendung. Danach werden eigentlich nur noch Bauten und Nutzflächen aus Cusco und Umgebung gezeigt. (2:10)

Das kleine "Metallblech", könnte dies nicht Teil eines Rings sein? (6:04)
 
Die Mauern von Sacsayhuamán sind wirklich beeindruckend. (14:07)

Den Vergleich von Q'enko mit einem offenen Gehirn finde ich sehr passend. (17:27)

In dieser Folge wird für mich auch wieder deutlich, wie sich Dokumentationen von damals und heute doch unterscheiden. Es war ein Fernsehteam wirklich vor Ort und konnte so ganz eigene Eindrücke festhalten, anstatt sich auf eingekaufte Filmaufnahmen oder Reenactement zu stützen.
Und es wurde auch immer das Lokalkolorit eingefangen, die Menschen und wie sie heute leben; wie sie heute noch ihre jahrhundertealten Traditionen pflegen.

Bemerkenswert, was die Inka in einer Höhe von 2800m noch alles an Nutzpflanzen anbauen konnten. (28:08)
 
Das Rad an sich war auch im alten Peru nicht unbekannt. Es wurde lediglich für Transportmittel nicht genutzt, vermutlich, weil es die dazu benötigten Zugtiere auf dem Kontinent nicht gab. (30:48)

Lustig: Der Sprecher im Off spricht von perfekten Bewässerungsanlagen, der Wasserbau-Experte weist dagegen lediglich darauf hin, dass diese Anlagen durchaus den heutigen Anforderungen genügen. (39:10)

Interessanterweise wird der Toningenieur Wolfgang Caspar, der fast bei allen Expeditionen von Gottfried Kirchner mit von der Partie war, im Abspann auch mit einem Verweis auf seine redaktionelle Mitarbeit  genannt. (42:28)

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Audienz bei der Königin von Saba - Verschollene Wüstenreiche im Orient

Erstausstrahlung:
20.10.1986 um 22:05 Uhr im ZDF
 

Und weiter geht's. Schon einen Tag später zeigte Terra X die nächste Folge.

Diesmal eine vom von mir sehr verehrten Volker Panzer, der später noch mit dem nachtstudio im ZDF bekannter werden sollte und leider vor gut einem Jahr verstarb. 
Er versuchte hier, der Königin von Saba auf die Spur zu kommen.
(Er hat übrigens noch eine zweite Terra-X-Folge verantwortet, die sich mit Völkern der Sahara befasst und die ich eigentlich noch beeindruckender finde.)

Keine andere Epsiode des alten Testaments hat soviel Schlagzeilen gemacht.
=> Das wage ich zu bezweifeln. Ich glaube, die Arche Noah, der Garten Eden und die Bundeslade waren schlagzeilenträchtiger (wenn man das so nennen kann). (1:29)

Der Koran berichtet, dass die Königin zum Islam übertrat.
=> Ja klar, sie wurde also Anhängerin einer Religion, die erst 15 Jahrhunderte nach ihrem Tod entstand. (1:34)

Da zwischen den beiden Säulen eingeengt hochzuklettern hätt ich mich ja nie getraut! Vor allem muss man von dort ja auch wohlbehalten wieder runterkommen. (15:56)

Der Computer-Sound klingt ja heiß! 😃 Das Teil nennt sich wohl Tektronix 4125. (24:37)

Dienstag, 19. Oktober 2021

Der Fluch des Pharao - Das Geheimwissen der alten Ägypter

Erstausstrahlung:
19.10.1986 um 19:30 Uhr im ZDF 



Das dürfte wohl die berühmteste Folge überhaupt dieser Sendereihe sein, jedenfalls höre ich immer wieder, wenn die Sprache auf Terra X kommt, dass den Leuten diese Folge als erstes einfällt.

Sie ist auch die erste Folge mit dem neuen (dem zweiten) Intro, in dem man sich auch von "Equinoxe Part IV" von Jean Michel Jarre verabschiedete und stattdessen auf eine eigens für die Sendereihe komponierte Intromusik zurückgriff.

Allerdings ist sie meiner Wahrnehmung nach auch die erste Ausgabe dieser Reihe, die einen gewissen Hang zur Esoterik hat, was leider auch in späteren Folgen immer wieder vorkam.

Wenn der Lord so weitermacht, gebe ich ihm noch 6 Wochen zu leben.
=> Nun ja, das klingt eher wie ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat, das wohl darauf hinweist, dass sich der ältere Herr vielleicht körperlich ein wenig übernimmt. Mit einem Fluch des Pharao hat es wohl weniger zu tun.
Zumal doch wohl eher der vom Sohn im Interview angesprochene Mosquito-Stich der Grund für seinen Tod gewesen sein dürfte. (4:12)

Wirklich bemerkenswert, dass die Sporen der Pilze so viele Jahrtausende überdauern konnten! (23:41)

Die Versuche mit dem Fleisch und den Rasierklingen sind natürlich Blödsinn und konnten nie reproduziert werden. (35:02)
Das man überhaupt eine Organisation, die sich lt. Eigenaussage mit Grenzwissenschaften befasst, in die Folge mit einbaut, ist wirklich sehr peinlich!

Der Aussage, dass Leute beim oder nach dem Besuch der Grabkammer der Cheops-Pyramide gestorben sind, kann man entgegenhalten, dass eine überwältigende Zahl an Besuchern überhaupt keine gesundheitlichen Folgen in kauf nehmen mussten. (40:06)

Dass wir uns nicht falsch verstehen:
Die Darstellung der mikrobiologischen Untersuchungen in Polen und Frankreich sind hervorragend und überzeugend dargestellt und auch dahingehend plausibel, dass die Verstorbenen alle lungenkrank waren. Dieser Teil der Folge gefällt mir sehr gut!
Nur hatte es das Terra-X-Team leider nicht dabei belassen.

Leider hat das zu Youtube verlinkte Video Sprachaussetzer. Die gibt es bei einer Dailymotion-Version nicht, aber es gelang mir nicht, diese hier im Blogbeitrag einzubetten: