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Dienstag, 3. Mai 2022

Irrfahrt vor Galápagos - Mit Thor Heyerdahl auf Inka-Spuren

Erstausstrahlung:
03.05.1992 um 19:30 Uhr im ZDF 

 
Eine Folge über das Scheitern. Bei dem ganzen Projekt ist nichts herausgekommen (was allerdings eher äußere Gründe hatte). Ich habe auch beim Googeln keine weiteren Berichte über den Bau und die Fahrt der Chimok gefunden.
Zumal man ja über den wissenschaftlichen Wert dieser Expedition auch so schon trefflich streiten könnte!

Um dem Ganzen wenigstens noch ein kleines bisschen Glanz zu verleihen, wird Thor Heyerdahl mit in die Geschichte geholt, auch wenn er nur am Rande damit zu tun hat.

Lockdowns gab es auch damals schon! (6:06)
 
Dass Heyerdahl damals seine Ra II von Leuten vom Titicacasee nachbauen ließ, ist ja schon an sich Blödsinn. Wie wollte er denn auf diese Art beweisen, dass die Ägypter den Atlantik überqueren konnten? (8:03)

Interessant ist die Sendung natürlich trotzdem, zeigt sie uns doch das Leben der Menschen vom Titicacasee oder der Pazifikküste, seien es nun Fischer im wilden Wellengang oder Schamanen, die sich San-Pedro-Kaktus in die Nase ziehen. (13:08)

Wer Bilder von den Raubgrabungen von Sipan sieht, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen: Ein Grabloch neben dem nächsten! (15:56)

Kamen diese Schwierigkeiten mit den ecuadorianischen Behörden aus heiterem Himmel? Hätte man nicht schon im Vorhinein Durchfahrtsrechte klären müssen? Das wirkt ein wenig unprofessionell. (34:26)

Dienstag, 26. April 2022

Das Blut der Azteken - Protokoll einer Zerstörung

Erstausstrahlung:
26.04.1992 um 19:30 Uhr im ZDF
 
 
Diese Folge befasst sich mit dem Untergang des Aztekenreiches. Sehr eingehend wird Cortes' Weg von Kuba bis nach Tenochtitlan gezeichnet.
 
Mit Volker Arzt habe ich immer so meine Probleme. Auf mich wirkt er immer so, als würde er kleinen Kindern gerade was erklären wollen. Ein bisschen wie dieser Ralph Caspers.
 
Seine Hauptstadt hieß "Mexiko".
=> Hier gleich mal die erste Ungenauigkeit, denn ihre Hauptstadt hieß eigentlich Tenochtitlan. Aber das dort lebende Volk nannte sich selbst "Mexica". (1:15)

Der Adler ist bei den Azteken nicht nur ein Symbol für Kraft und Größe, sondern das zentrale Element einer Prophezeiung. Dort, wo sie einen Adler mit einer Schlange im auf einem Kaktus landen sahen, sollte ihre neue Hauptstadt entstehen. Und genau dies geschah so am Texcoco-See. (1:32)
 
Dann sieht man Volker Arzt auf einem riesigen Schutthaufen sitzen. Woher der rührt, wird nicht gesagt. Das Erdbeben von 1985 kann es ja wohl kaum gewesen sein, denn das lag zum Zeitpunkt der Filmaufnahmen bereits sechs Jahre zurück. (3:04)

Und die nächste Ungenauigkeit: Zur Zeit von Cortes war Madrid noch nicht die Hauptstadt von Spanien, sondern Valladolid. Erst mit Philipp II. änderte sich dies.
Diese ganzen kleinen Fehler sind doch erstaunlich für eine Sendung, die immerhin von Berthold Riese wissenschaftlich beraten wurde. (3:50)

Aber es gibt immerhin recht schöne Aufnahmen der Sonnenfinsternis von 1991. (6:27)

Den Danza del Volador finde ich immer wieder beeindruckend. (15:52)

So putzig sie auch sein mögen, vielleicht waren die VW Käfer doch nicht die beste Wahl für diese Expedition. (18:00)

Unklar bleibt, was bei den Kaziken der Tlaxcalteken zum Umdenken führte. Sie hatten die Leute um Cortes ja beinah schon besiegt.
Und warum unterstützten sie die Konquistadoren auch nach ihrer schmählichen Niederlage in der "Noche Triste" noch weiterhin? (38:52)

Dienstag, 19. April 2022

Estremadura, die Wiege der Eroberer - Spaniens vergessener Winkel

Erstausstrahlung:
19.04.1992 um 19:30 Uhr im ZDF
 

 
Diese Sendung befasst sich mit der Frage, was die Konquistadoren zu ihrem Tun in der neuen Welt verleitete und warum sie interessanterweise alle aus der gleichen Region Spaniens stammten.

Seltsamerweise ist es da bei den Machern des Titels der Folge zu einer Verwechslung gekommen. Die Estremadura ist nämlich eine Region in Portugal, die nichts mit den Konquistadoren zu tun hat. Gemeint ist hier vielmehr die spanische Extremadura, die der Sprecher in der Folge so auch (meist) richtig ausspricht. (2:41)

Und auch die Nachkommen der damaligen Konquistadoren haben den neu erlangten Reichtum nicht halten können und besitzen zwar große, herrschaftliche Gebäude, für deren Unterhalt sie aber nicht aufkommen können. So schließt sich der Kreis. (13:34)
 
Einer der entscheidenden Gründe für die Herkunft der Konquistadoren war die extreme Armut in dieser Region, an der sich bis heute nicht viel geändert hat. Die Cortes' und Pizarros dieser Region hatten einfach nichts zu verlieren. In Europa waren sie ein Nichts, im noch unerschlossenen Amerika konnten sie sich wie Könige fühlen. (14:43)

Der Viehtreiber fasst sich dann erstmal an den juckenden Schritt. 🙈
Trotzdem sind dies alles ein paar kernige Typen, für die man dann doch eine gewisse Sympathie verspürt (und auch Mitleid). (15:31)


Dienstag, 12. April 2022

Vergesst Kolumbus - Die geheimen Entdecker Amerikas

Erstausstrahlung:
12.04.1992 um 19:30 Uhr im ZDF 



Dies war die erste Folge einer Terra-X-Staffel, die sich 1992 mit dem 500sten Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus befasst.
Die Staffel bedeutete auch den Abschied vom zweiten Intro, das Terra X seit der Folge Nr.7 ("Der Fluch des Pharao") im Jahre 1986 verwendete. Und auch der Untertitel der Sendereihe änderte sich von "Rätsel alter Weltkulturen" zu "Expeditionen ins Unbekannte".
Das neue Intro wurde dann allerdings ausschließlich für diese 92er-Staffel genutzt.

Und die erste Folge stellt dann gleich mal klar, dass Kolumbus mitnichten der erste, sondern lediglich der folgenschwerste Entdecker dieses Kontinents war.

Inzwischen gibt es aber viele Hinweise dafür, dass auch die Einwanderer über die Beringstraße und die daraus resultierende Clovis-Kultur nicht die ersten waren. Oder zumindest nicht die einzigen ersten. (0:51)

Dieses ganze Gebäude ist voller ägyptischer Schriftzeichen.
=> Ja ja, schon klar. m( (8:39)

Die These, dass sich Kolumbus von den Wikingern oder gar von St. Brendan hat leiten lassen, ist etwas merkwürdig, da er doch eine völlig andere Route nach Westen nahm.
Und letztendlich: er wollte ja kein neues Festland entdecken, sondern den Seeweg nach Indien finden. Die Beschreibungen dieser nordeuropäischen Reisen müssten ihm jedoch gezeigt haben, dass hier ganz offensichtlich nicht von Indien die Rede ist. (18:45)

"Terra Nova" mit Neufundland zu übersetzen, ist zwar nicht falsch, aber doch recht manipulativ. Denn mit "neuer Welt" kann nun wirklich alles gemeint sein. (35:34)

In der Terra-X-Folge Nr. 65 wird dann etwas näher auf die mögliche Amerika-Fahrt des João Vaz Corte-Real eingegangen. (40:40)

Der Mi'kmaq-Indianer am Ende der Folge kommt aber schon arg theatralisch rüber! (42:41)

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Safari in die Steinzeit - Die Schädelöffner der Kisii in Kenia

Erstausstrahlung:
29.12.1991 um 19:30 Uhr im ZDF
 

WARNUNG!
Die hier gezeigten Szenen sind vermutlich nicht jedermanns Sache. Wer ein Problem mit OP-Darstellungen hat, sollte diese Folge lieber auslassen!

Für mich ist es jedenfalls eine der beeindruckendsten Folgen der Sendereihe. Sie war auch der Ideenstifter, die Terra-X-Review, die ich nun hier seit einigen Jahren betreibe, zu beginnen.

Ob man die Beschneidung als ungefährlichen Eingriff bezeichnen kann, sei aber mal dahingestellt! (1:18)
 
So zelebrieren sie das Ereignis auch als Höhepunkt eines Erziehungsprozesses, denn schon Kinder müssen lernen, körperliche Schmerzen ohne Klagen zu ertragen.
=> Oje, diese Sendung hat schon ein paar ziemlich krasse Äußerungen zu bieten. (1:54)

Bei dem Polizisten ist ja fast der halbe Schädel weg - das kann man ja wohl kaum als gelungene Trepanation bezeichnen. (5:16)

V.a. der letzte gezeigte Patient ist wirklich erstaunlich. Man sieht fast gar nicht, dass es da überhaupt einen Eingriff gab. Erst, wenn man darauf rumdrückt. Und das, obwohl es nach der Trepanation zu Fieber und Schwellungen kam. (34:38)

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Inseln über dem Regenwald - Expedition zu den Tafelbergen Venezuelas, Teil 2: Die Suche nach dem Saurier

Erstausstrahlung:
08.12.1991 um 19:30 Uhr im ZDF

 
 
Nun also der zweite Teil der Expedition auf die Tepuis in Venezuela. Insgesamt wirkte die Unternehmung ein wenig chaotisch, ein bisschen hier gucken, ein bisschen da gucken.
Das kann man wohl allenfalls als Grundlagenforschung bezeichnen.

Teilnehmer: hauptsächlich Biologen, Zoologen und Botaniker aus Venezuela, aber auch aus den Vereinigten Staaten.
=> Damals war sowas noch möglich. (3:30)

Teilweise hat der Reportagestil was von der Sendung mit der Maus: Das ist sein verwilderter Garten, das ist seine Holzhütte, das ist seine Küche, das ist seine Bibliothek und das ist Alexander. (4:28)

Tja, nun will man uns ernsthaft erzählen, dass die da auf dem Tafelberg nach einem Saurier gesucht haben. War wohl dramaturgisch notwendig, nachdem das Jagen nach der x-ten Mini-Orchidee offenbar nicht mehr spannend rübergebracht werden konnte.^^ (19:22)

Und natürlich wird bis zum Ende der Folge kein Saurier auftreten!

Stattdessen hätte man doch besser mal erforschen und erklären können, wie dieses Wabenmuster im Gestein entstanden ist. (36:51)

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Inseln über dem Regenwald - Expedition zu den Tafelbergen Venezuelas, Teil 1: Der fremde Planet

Erstausstrahlung:
01.12.1991 um 19:30 Uhr im ZDF
 
 
 
Der erste Teil einer Doppelfolge von Volker Arzt. Ein im ZDF vielbeschäftigter Autor, mit dem ich nie so recht warm wurde. In der Art und Redeweise wirkt er auf mich immer wie ein Mitarbeiter des Kinderfernsehens, in logo hätte er sich sicher gut gemacht.

Die Sendung zeigt eine Reise nach Venezuela mit seinen wunderschönen und beeindruckenden Naturdenkmälern, seiner Flora und Fauna. V.a. die Aufnahmen der fleischfressenden Pflanzen sind wirklich bemerkenswert. Bilder aus jenem Venezuela der Vor-Chavez/Maduro-Zeit, als das Land noch nicht völlig zugrundegerichtet war.

Die Felsnadel gibt es tatsächlich - Dinosaurier wohl kaum.
=> Sprach's und versuchte dann in der zweiten Folge, uns das Gegenteil vermuten zu lassen.

Ist deine einzige Hose, nech? Ja.
=> 😂

Was mich stört an der Sendung, ist dieser pseudoerzählerische Stil. Es wird immer wieder Spannung aufgebaut (wie z.B. das Warten auf den Hubschrauber inmitten des Hochnebels, oder dass Jorge noch nicht zurückgekommen ist), wo gar keine ist. Als könnten die Bilder nicht für sich selbst sprechen. Erinnert mich von der Art her an die "Weltenbummler"-Folgen von Hardy Krüger.
__________
* Auch diesmal habe ich leider wieder keinen Youtube-Link zum Einbinden gefunden.

Mittwoch, 17. November 2021

Der Todeszug der Lanzenreiter - Deutsche Eroberer in Südamerika, Teil 2: Landsknechte auf Goldroute

Erstausstrahlung:
17.11.1991 um 19:30 Uhr im ZDF

 

Ungewöhnlich für Terra X, wurde diese zweiteilige Ausgabe nicht hintereinander gesendet. Der 1. Teil vom Todeszug der Lanzenreiter wurde nämlich bereits ein Jahr zuvor ausgestrahlt!

Von Coro nach Carora. Beim Thema Namensgebung scheinen die Konquistadoren nicht sonderlich einfallsreich gewesen zu sein. (4:59)

In dieser Folge werden aber arg klischeehafte filmische Muster bedient, wie z.B. eine Schlange, die sich durch einen Totenschädel schlängelt. (6:12)

Bei 6:56 sieht man die Filmeinstellung, die im Kolumbus-Jubiläumsjahr 1992 von Terra X für ihr damaliges Intro genutzt wurde.

Mittwoch, 3. November 2021

Die Reiter der goldenen Horde - Expedition ins Reich des Dschingis Khan (Teil 1)

Erstausstrahlung:
03.11.1991 um 19:30 Uhr im ZDF


Und weiter geht's. Gestern war noch Tibet dran, diesmal die Mongolei. Hajo Bergmann scheint bei Terra X der Mann fürs Fernöstliche gewesen zu sein.

Die Schreckensmeldungen über die Mongolen stammten immer von den Besiegten.
=> Womit bewiesen wäre, dass Geschichte nicht immer nur von den Siegern geschrieben wird. (2:22)

Von da an fegte der Atheismus mit eisernem Wesen. Es dauerte kaum zehn Jahre und die 750 Klöster des Landes waren fast alle dem Erdboden gleichgemacht. Blinder Hass und Verblendung beendeten das Leben von über 100000 Mönchen oder brachte sie ins Arbeitslager.
=> Dies zeigt, dass auch so manche Atheisten einen Fanatismus ausleben können, wenn man ihnen nur die Macht dazu lässt.
Ideologischer Wahn ist stets zerstörerisch! (13:02)

Allrad-Antrieb ist in dieser Gegend sicher unabdingbar. (32:58)

Wenn ich die Sendung so Revue passieren lasse, habe ich, glaube ich, keinen einzigen Mongolen einmal lächeln sehen!?

Teil 2 wird dann nächste Woche folgen.

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Kreuzfahrt mit Odysseus Im Kielwasser eines Mythos; Teil 2: Die Heimkehr des Abenteurers

Erstausstrahlung: 
30.12.1990 um 19:30 Uhr im ZDF 
 

Der zweite Teil der Schiffsreise nach den nautischen Angaben in der Odyssee.

Was das Land der Laistrygonen angeht, sind das nun aber ziemlich viele Hättes  und Könntes. (7:20)

Ustica kann schwerlich das Aiaia der Kirke gewesen sein, denn das wird von Odysseus ja als flache Insel beschrieben. (12:12)

Zwar steht da wirklich ein Feigenbaum, aber wie hätte sich Odysseus vom Meer aus an diesem festhalten können? (29:10

Soweit ich weiß, wurden Skylla und Charybdis bereits in der Antike an der sizilischen Meerenge verortet. (30:04)
 
Die Identifizierung Kalabriens als Land der Phäaken finde ich dagegen nun wieder richtig spannend. (36:02)
 
Überall dort, wo Odysseus unfreundlich aufgenommen wird, scheiterten die Griechen als Kolonisatoren. (40:00)
=> Ok, jetzt wird es aber wirklich hochspekulativ! 
 
Tja, leider war der zweite nicht ganz so gut ausgearbeitet wie der erste. Was dann am Ende doch die Vermutung nahelegt, dass die Verbindung von Homers Angaben zu realen Plätzen wohl doch eher Wunschdenken ist.

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Kreuzfahrt mit Odysseus - Im Kielwasser eines Mythos; Teil 1: Von Troja zur Insel des Windes

Erstausstrahlung: 
23.12.1990 um 19:30 Uhr im ZDF 

 
Diesmal geht Terra X der Frage nach, ob Homers Odyssee zumindet nautisch gesehen eine reale Grundlage haben könnte. Ob dem so ist, weiß ich auch nicht. Aber interessant und auch teilweise frappierend ist diese Herangehensweise schon!
 
Es wird der Eindruck erweckt, als hätte Agamemnon wirklich existiert. Aber soweit ich weiß, gibt es keine Belege für einen mykenischen Anax dieses Namens. (2:44)

Merkwürdig finde ich immer, dass einer der größten Helden des trojanischen Krieges oft ungenannt bleibt: Diomedes. Da er meist an der Seite Odysseus' agierte, steht er wohl deshalb auch ziemlich in dessen Schatten. (10:30)
 
Inzwischen ist der "Schatz des Priamos" ja wieder in Moskau aufgetaucht. (11:53)

"Lotophagen" bedeutet ja nichts anderes als "die, die Lotos essen". (20:38)
 
Wenn die Lotophagen auch schon von Eratosthenes auf Djerba und an der libyschen Küste verortet wurden, dann kann die Theorie ja doch nicht so neu sein, wie zunächst behauptet. (21:28)

Bei Homer ist allerdings nicht von einer Spirituose die Rede, sondern von den Früchten, die verzehrt wurden. (22:45)
 
Mag sein, dass die Odyssee nicht explizit erklärt, dass Polyphem einäugig war. Aber die Bezeichnung als Kyklopen, also als Kreisäugigem, besagt ja zumindest, dass es bei ihm augentechnisch irgendwie anders als beim Menschen war. (29:11)

Vielleicht bildeten ja zur mykenischen Zeit die Inseln Kefallenia und Ithaka ein zusammenhängendes Königreich? (36:51)

So, aber dies war ja erst der erste Teil, der zweite folgt dann in einer Woche!
Oder wie Maestro jetzt sagen würde: "Mehr, wenn Ihr mich wiederseht. Ihr müsst unbedingt gucken, wie's weitergeht!"

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Der Todeszug der Lanzenreiter - Deutsche Eroberer in Südamerika Teil 1: Sucht das Südmeer

Erstausstrahlung: 
09.12.1990 um 19:30 Uhr im ZDF 


 
Diesmal geht es um deutsche "Conquistadores", denn auch diese erkundeten die neue Welt im 16. Jahrhundert.
 
(Das war übrigens das erste Mal, dass ich ein Video einer Terra-X-Folge nicht auf Youtube finden konnte. Ich hoffe aber mal, mit Dailymotion wird es auch klappen.)

War mir bisher unbekannt, dass Venezuela ursprünglich mal den Deutschen, genauer gesagt, den Welsern gehörte. (4:35)

Wie widerstandsfähig ist dieses Mangrovenholz denn? Muss man irgendwann die Pfähle der Häuser austauschen? (20:44)

Von dem Reichtum Venezuelas ist fast nichts geblieben. (24:00)

Federmann mitbegründete ja auch Bogota, die heutige Hauptstadt Kolumbiens. (29:12)

Das ist ja fast wie bei der Durian-Frucht, zwar wohlschmeckend, aber stinkt zum Himmel! (40:28)

Am Ende der Sendung noch ein Ausblick auf die zweite Folge, die dann allerdings erst ein Jahr später gezeigt wurde.

Mittwoch, 11. November 2020

Als die Götter stürzten - Das Geheimnis der Osterinsel

Erstausstrahlung:
11.11.1990 um 19:30 Uhr im ZDF

Zum Beginn der fünften Jahreszeit ging es diesmal zur Osterinsel, Rapa Nui.

Irgendwie finde ich die unterlegte Musik in dieser Folge etwas unpassend. Jedenfalls weckt sie bei mir nicht die Assoziation "Osterinsel".

Die Marquesas sind über 3600 km von Rapa Nui entfernt, eine beachtliche Leistung der Polynesier. (2:27)

Sind die Vulkane auf Rapa Nui eigentlich noch aktiv? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, jemals dort von einem Ausbruch gehört zu haben. (5:35)
 
Etwas seltsam finde ich, dass der Autor dieser Folge, Rolf Pflücke, den Sprecher Gert Heidenreich Sätze in der Ich-Form sagen lässt, die aber offenbar direkte Rede von Pflücke selbst enthalten, wie z.B. "Wer hätte denn diesen Koloss", so frage ich, "transportieren und aufstellen können?" (10:56)
Sowas ergibt doch gar keinen Sinn!


Am Titicacasee entstand etwa um 300n.Chr. die Kultur von Tiahuanaco. Die kunstvollen Quader ihrer Tempel und die aus einem Block gehauenen Steinfiguren haben verblüffende Ähnlichkeit mit denen der Osterinsel. (9:13)
=> Naja, das finde ich nun gar nicht! Außerdem reicht ja "sieht aus wie..." in der Archäoligie einfach nicht aus.
 
Nur: wenn die Kohlenreste bereits aus dem 11. Jhd. datieren, dann müssen die Konflikte ja schon deutlich länger gegangen sein! (14:34)

Mit den Augen sehen die Moai dann schon ziemlich krass aus! (42:18)

Mittwoch, 4. November 2020

Sternenstadt im Chaco Canyon - Das Rätsel der Anasazi-Indianer

Erstausstrahlung:
04.11.1990 um 19:30 Uhr im ZDF


Was für ein großer Haufen Sch...!

Ich kann kaum fassen, dass die Terra-X-Redaktion eine solche Folge durchgewinkt hat.
Und dabei hatte ich mich ursprünglich auf diese Ausgabe noch so gefreut, befasst sie sich doch mit den Anasazi, ein Volk, von dem ich bisher nur recht wenig weiß.
Doch das war, bevor ich erfuhr, wer diese Folge erstellte: Wulfing von Rohr, lt. Wikipedia ein Esoteriker und Astrologe. Und genau so wirkt auch die gesamte Sendung! 😕
Immerhin ein bisschen was Substanzielles erfährt man dann doch.

Warum entwickelt ein Volk, das so großartig bauen kann, keine Schrift oder wenigstens Hieroglyphensprache wie zum Beispiel die Mayas im Süden? (7:39)
=> So ungewöhnlich ist das gar nicht. Auch die Azteken und die Inkas hatten keine Schrift (zumindest keine im eigentlichen Sinne).

Sind es Götter? Oder außerirdische Wesen? (9:06)
=> 🤦‍♂


Der Höhe- (oder besser Tief-)punkt dieser Folge ist wohl der Wünschelrutengang von einem sogenannten "Energieforscher" auf der Suche nach elektromagnetischer Energie. (31:56)
Nicht nur, dass das alles großer Blödsinn ist, nein, es wird auch noch behauptet, diese "Untersuchungen" hätten rein zufällig zur gleichen Zeit stattgefunden, als das Filmteam vor Ort war. War sicher auch Zufall, dass es dabei ausgerechnet auf Ingrid Kraaz, Heilpraktikerin und spätere Ehefrau des Autors dieser Sendung, stieß.

Bei diesem "Armdrücken" kann ich nur noch den Kopf schütteln! (32:47)
Jetzt fehlt eigentlich nur, dass da noch jemand das Ganze auspendeln will - upps, schon passiert. (34:45)
 

Schade, dass die beachtlichen baulichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Leistungen von diesem ganzen Bullshit hier begleitet werden. Das haben die Anasazi nicht verdient!

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Die Inseln des Drachenbaums - Magische Plätze auf den Kanaren

Erstausstrahlung:
21.10.1990 um 19:30 Uhr im ZDF

 
Eine Sendung über die Geschichte der Kanaren und ihren Guanchen. Viel scheint man nicht über sie zu wissen.
Strengenommen waren die Guanchen ja lediglich das Volk, das auf Teneriffa lebte (das in der Folge aber gar nicht vorkommt), nicht auf den anderen Inseln.
 
Diese Sendung hier verfolgt zumindest ein Ziel ganz klar:
Die Herkunft der Guanchen von den Kelten zu belegen. Ob der heutige Wissensstand dem beipflichten kann, ist mir leider nicht bekannt.
Inzwischen könnten ja nun genetische Untersuchungen Aufschluss darüber geben.
 
Wieder eine Folge, die von meinem Lieblingssprecher Christian Wolff gesprochen wird.

Tja, Urlaub und unbeschwerte Freizeit auf den Kanaren - damit war in diesem Jahe wohl eher nix! (1:22)

Wie auch immer, aber diese Pfeifsprache auf  La Gomera ist natürlich der Hammer.
Sie ist meines Wissens inzwischen auch Weltkulturerbe! (30:17)

"Der Wissenschaftler besitzt keinerlei Erfahrung am Berg." (33:05)
=> Ist das nicht ziemlich fahrlässig, dann ausgerechnet ihn da hochklettern zu lassen?

Die menschliche Drohne! ^^ (36:11)
 
Tja, das war wieder so eine "Nicht Fisch, nicht Fleisch"-Folge: 
viele interessante Funde, die aber letztlich völlig zusammenhanglos aneinandergereiht wurden.